Coding for Fun mit Python

Um es gleich vorwegzunehmen: Bei aller Kritik ist Coding for Fun mit Python ein Buch, das Spaß macht und in das Regal eines jeden Pythonistas gehört. Es zeigt, wie man mit Python und PyGame witzige Programme schreiben kann und es belegt mein Kredo, daß Programmieren Spaß macht. Nur … bei den Hintergrundinformationen zu den einzelnen Programmen hält sich der Autor seltsam bedeckt. Hier hätte man sich mehr und auch mehr Literaturstellen gewünscht, die zum Weitermachen und selber Experimentieren anregen. Das ist aber leider reichlich knapp gehalten und in einem Buch zu schreiben »wenn sie über das Thema mehr wissen wollen, dann fragen sie die Wikipedia oder Google«, das geht schon gar nicht. Ein Buch lese ich offline zum Beispiel in der Bahn, und da läßt solch ein Satz einen schon ziemlich unbefriedigt zurück. Und einiges ist schlicht unverständlich. Was zum Beispiel die Abbildung einer amerikanischen Uhrwerksente von 1888 (fälschlich oft als Vaucansons Ente bezeichnet) mit René Descartes De homine von 1622 verbindet und was dieser wiederum mit Mandelbrots Fraktalen zu tun haben soll, das erschließt sich dem geneigten Leser auch dann nicht, wenn er im Netz nach »Neuromarketing« sucht (S. 286). Ich will nicht behaupten, daß es da keinen Zusammenhang gibt — aber er sollte dem Leser auch erklärt werden.

Aber wenn man dies beiseite läßt und vielleicht auch einige Vorkenntnisse in der Geschichte der künstlichen Intelligenz und des Softcomputings mitbringt, dann bleiben immer noch die wunderschönen Python-Programme, mit denen uns Lars Heppert erfreut.




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